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| Sergei
Sergejewitsch Prokofjew Bücher, CD und DVD zu Sergei Sergejewitsch Prokofjew |
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|---|---|
| * 23.
April 1891 Sonzowka, Ukraine +
5. März 1953 |
Vor seinem Abschluß am Konservatorium
St. Petersburg im Juni 1914 hatte Prokofjew schon an
fünf Opern gearbeitet. In den nächsten 40 Jahren konnte
er neben neun Ballettaufführungen weitere sechs Opern
fertigstellen und ließ drei unvollendet zurück. Nur
eine seiner Opern, "The Love for Three Oranges"
war schon zu seinen Lebzeiten ein Erfolg. Seine ersten
vier Opern waren Studien während seiner Zeit am
Konservatorium und wurden nie veröffentlicht. Seine
erste zur Aufführung bestimmte Oper,
"Maddalena" (1911), schrieb er noch als Student
und sollte am Konservatorium in Szene gesetzt werden.
Doch dazu kam es nie, da die Musik die technischen
Möglichkeiten der Sänger überstieg. Ähnlich erging es
der Oper "Der Spieler" (1917, basierend auf
Dostojewskis Roman). 1918 verließ Prokofjew aufgrund der
politischen Wirren Rußland und begab sich auf eine
Tournee als Pianist durch die USA. In Chicago erteilte
ihm das dortige Opernhaus den Auftrag, die Oper "The
Love for Three Oranges" (Die Liebe zu den drei
Orangen) zu schreiben. Die Premiere verzögerte sich, und
so begann er an seiner nächsten Oper zu arbeiten,
"The Fiery Angel", die ihn länger als jede
andere Komposition beschäftigen sollte (1919-27) und
1955 zum ersten Mal im Teatro La Fenice vollständig
aufgeführt wurde. 1920 ließ er sich als russischer
Staatsbürger in Paris nieder, wo sein Ballett "The
Tale of the Buffoon" im folgenden Jahr mit großem
Beifall aufgenommen wurde, bis er 1933 wieder in seine
Heimat zurückkehrte. Im Jahr 1936 machte er sich mit
"Peter und der Wolf" einen Namen. Nach einer
längeren Pause im Opernschaffen komponierte Prokofjew
"Semyon Kotko", die Geschichte eines Soldaten,
der aus dem Ersten Weltkrieg in die neu gegründete
Sowjet-Ukraine zurückkehrt. Es handelt sich hierbei um
ein musikalisches Drama, das die Ideale der
kommunisitischen Diktatur enthält, z.B. den Krieg
verherrlicht. Trotz der Konzession an den Staat
kritisierten die Behörden seinen musikalischen Stil und
das Libretto, womit das Werk erfolglos blieb. Auch mit
seinen nächsten beiden Opern "Betrothal im
Kloster" (1940) und "Krieg und Frieden"
(1941-52) hatte Prokofjew kein Glück. Der Zweite
Weltkrieg machte Opernaufführungen unmöglich. Auch nach
dem Krieg hatte Prokofjew große Schwierigkeiten, sich in
Rußland Anerkennung zu verschaffen, obwohl er oft beim
Inhalt seines musikalischen Opernschaffens die staatliche
Kritik berücksichtigte. Mit seiner letzten Oper,
"Die Geschichte eines wahren Mannes," versuchte
er sich zu rehabilitieren, aber auch diese wurde erst
Jahre später aufgeführt. Opernschaffen: |
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Copyright ©1997
Autor und Recherche: Klaus Rössler
Lektorat: Sabine Kippenberg
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