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| Giacomo
Meyerbeer (Jakob Liebmann Meyer Beer) Bücher, CD und DVD zu Giacomo Meyerbeer |
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|---|---|
| * 5.
September 1791 Vogelsdorf bei Berlin +
2. Mai 1864 |
Der Name
Meyerbeer ist eng verknüpft mit der französischen Oper
in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem
Librettisten, Eugene Scribe, kreierte er spektakuläre
dramatische Werke mit großem Publikumserfolg.
Aufgewachsen in einer der wohlhabendsten Familien
Berlins, studierte er bei Abbé Vogler (Darmstadt) und
erhielt Lehrstunden am Klavier von Muzio Clementi. Er gab
bereits im Alter von 11 Jahren öffentliche
Klavierkonzerte. 1816 besuchte er Italien. Was eigentlich
als Studienreise geplant war, wurde zu einem
neunjährigen Aufenthalt und entscheidend für seine
weitere Karriere. Zu dieser Zeit begann Rossini, die
italienischen Bühnen zu dominieren, und Meyerbeer wurde
ohne Zweifel mit dessen Werken vertraut. Seine erste
italiensiche Oper, "Romelda e Costanza", wurde
mit mäßigem Erfolg 1817 uraufgeführt. Fünf weitere
Opern folgten, jede erfolgreicher als die vorhergehende.
Unter diesen war die Premiere von "Il crociato in
Egitto" (1824) sein größter Triumph. Aufführungen
in London und Paris waren ebenfalls sehr erfolgreich, so
daß er beauftragt wurde, ein Werk für die Oper Paris zu
schreiben. Das Resultat war "Robert le diable"
(1832), Meyerbeers erste Zusammenarbeit mit Eugene
Scribe. Manche behaupteten, dieser große Erfolg habe
Rossini entmutigt, weitere Opern zu schreiben (dessen
letzte Oper, "Guillaume Tell", war 1829
erschienen). Es dauerte vier jahre, bis die Premiere von
"Les Huguenots" (1836) begeistert aufgenommen
werden konnte, da die Zensur die Aufführung immer wieder
verschob. Da Meyerbeer die Rollen in seinen Opern auf
ganz bestimmte Sänger zuschnitt, gab es oft
Verzögerungen, wenn ein Sänger ausfiel. So geschah es
mit "Die Afrikanerin (L'africaine)",
die er bereits 1837 zu komponieren begann, deren
Aufführung er jedoch nicht mehr erlebte. Stattdessen
wandte er seine Aufmerksamkeit dann der Oper "Der
Prophet (Le prophète)" zu, der jedoch das
gleiche Schicksal passierte und für über neun Jahre in
der Schublade blieb. In der Zwischenzeit wurde Meyerbeer
1842 zum Preußischen Generalmusikdirektor ernannt und
komponierte für den Preußischen Hof "Ein Feldlager
in Schlesien", ein patriotisches Werk, das später
für Wien adaptiert wurde. 1848 kehrte Meyerbeer nach
Paris zurück und nahm die Arbeit an "Le
prophète" wieder auf. Zehn Jahre waren seit seiner
letzten Premiere in Paris vergangen, was seiner
Popularität keinen Abbruch getan hatte. Über 100
Vorstellungen in knapp zwei Jahren wurden gegeben. Zwei
komische Opern folgten, bis dann
"L'africaine"im September 1863 geprobt wurde.
Eugene Scribe war bereits 1861 verstorben. Da Meyerbeer
keinem anderen notwendige Textänderungen während der
Proben zutraute, nimmt man an, daß er vor Aufregung
gestorben ist. Am Morgen des 2. Mai 1864 starb Meyerbeer
völlig unerwartet im Schlaf. Die posthume Premiere von
"L'africaine" im April 1865 war ein großer
Triumph. Opernschaffen: |
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Copyright ©1997
Autor und Recherche: Klaus Rössler
Lektorat: Sabine Kippenberg
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