LA FENICE

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Giuseppe Saverio Raffaele Mercadante
Bücher, CD und DVD zu Giuseppe Saverio Raffaele Mercadante
* 17. September 1795
Altamura bei Bari

+ 17. Dezember 1870
Neapel

Nach dem Tode Bellinis und der Abwesenheit Rossinis und Donizettis, war Mercadante der bedeutendste Komponist Italiens in der Zeit vor Verdi. Er studierte am Konservatorium Neapel und produzierte seine erste Oper im Alter von 24, "L'apoteosi d'Ercole", ermutigt durch Rossini, sowie vier weitere im darauffolgenden Jahr. Seinen Ruhm in Italien und in Europa begründete seine komische Oper "Elisa e Claudio", uraufgeführt in der Mailänder Scala im Jahre 1821. Dennoch waren die meisten seiner über 30 Opern, die er später schrieb, mehr ernsthaften Charakters. Höhepunkte waren "Donna Caritea" (1826) und "I Normanni a Parigi" (1832), die stark beeinflußt von Rossini, später mehr zu Bellini tendierend erscheinen. Eine Einladung nach Paris, durch die er das Pariser Musikleben kennenlernte, führte ihn zu Meyerbeers Opern. Beeindruckt durch "Les Huguenots", wurde er neu inspiriert. Mit "Il giuramento", uraufgeführt 1837 in der Mailänder Scala, komponierte er sein bekanntestes Werk. In dieser und den nachfolgenden Opern brachte er eine Reihe von Neuerungen ein, die bedeutsam waren für die Entwicklung des italienischen Dramas im 19. Jahrhundert. Aus dieser zeit stammen auch seine besten Opern: "Le due illustri rivali", "Elena da Feltre", "Il bravo", "La vestale" und "Il reggente". Ab 1840 war Mercadante Direktor des Konservatoriums Neapel. Sein letzter großer Triumph war "Orazie Curiazi" (1846). 1862 erblindete er vollständig, komponierte dennoch per Diktat weiter. Als er starb, blieb seine 59. Oper unvollendet. Er wurde immer als Vorläufer von Verdi betrachtet, den er sicherlich beeinflußte, von dem er aber auch überschattet wurde, obwohl er höchste Anerkennung für seine Werke verdient.

Opernschaffen:
L'apoteosi d'Ercole, 1819; Violenza e costanza, ossia I falsi monetari, 1820; Anacreonte in Samo, 1820; Il geloso ravveduto, 1820; Scipione in Cartagine, 1820; Maria Stuarda, regina di Scozia (Maria Stuart), 1821; Andronico, 1821; Il posto abbandonato, ossia Adele ed Emerico, 1822; Amleto, 1822; Alfonso ed Elisa, 1822; Didone abbandonata, 1823; Gli sciti, 1823; Costanzo ed Almeriska, 1823; Gli amici di Siracusa, 1824; Doralice, 1824; Le nozze di Telemaco ed Antiope (mit anderen), 1824; Il podesta di Burgos, ossia Il signore del villaggio, 1824; Nitocri, 1824; Ipermestra, 1824; Erode, ossia Marianna, 1825; Les noces de Gamache, 1825; Caritea, regina di Spagna (Donna Caritea), ossia La morte di Don Alfonso re di Portogallo, 1826; Ezio, 1827; Il montanaro, 1827; La testa di bronzo, ossia La capanna solitaria, 1827; Adriano in Siria, 1828; Gabriella di Vergy, 1828; La rappresaglia, 1829; Don Chisciotte [alle nozze di Gamaccio], 1829; Francesca da Rimini, 1830; Zaïra, 1831; I normanni a Parigi, 1832; Ismalia, ossia Amore e morte, 1832; Il conte di Essex, 1833; Emma d'Antiochia, 1834; Uggero il danese, 1834; La gioventu di Enrico V, 1834; I due Figaro, 1835; Francesca Donato, ossia Corinto distrutta, 1835; I briganti, 1836; Le due illustri rivali, 1838; Elena da Feltre, 1838; La solitaria delle Asturie, ossia La Spagna ricuperata, 1840; Il proscritto, 1842; Leonora, 1844; Il Vascello de Gama, 1845; La schiava saracena, ovvero Il campo di Gerosolima, 1850; Medea, 1851; Statira, 1853; Violetta, 1853; Pelagio, 1857; Virginia, 1866; L'orfano di Brono, ossia Caterina dei Medici, 1869


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Autor und Recherche: Klaus Rössler
Lektorat: Sabine Kippenberg

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