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| Michele
Enrico Francesco Vincenzo Aloisio Paolo Carafa de
Colobrano Bücher, CD und DVD zu Carafa |
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|---|---|
| * 17.
November 1787 Neapel + 26.
Juli 1872 |
Als zweiter
Sohn des Giovanni, Prinz von Colobrano und Herzog von
Alvita, sollte Michele die militärische Laufbahn
einschlagen, wenngleich ihm zuvor eine musikalische
Ausbildung ermöglicht wurde. Er studierte zunächst in
Neapel und dann im Jahre 1806 in Paris bei Cherubini
Komposition und Klavier bei Kalkbrenner. Nach seiner
Rückkehr aus Frankreich nach Neapel (1808) setzte er
seine Studien bei Fenaroli fort, bevor er in das Militär
eintrat und sich dort hohe Dienste erwarb. Nach 1814
verließ er die Armee, um sich wieder voll der Musik
widmen zu können. Nachdem er bereits als Student mit
einer Vielzahl von Kantaten und Opern für Liebhaber, wie
z.B. "Il fantasma" (Neapel, 1805) überzeugt
hatte, wirkte er bald als gefragter Opernkomponist
zunächst in Neapel, später auch in Paris. Mit seiner
Oper "Gabriella di Vergy" landete er seinen
ersten großen Erfolg (Neapel, 1816). In diese Zeit
fällt auch der beginn einer lebenslangen Freundschaft zu
Rossini, dessen Kompositionsstil Carafa beeinflußte. Als
Musikdirektor des Teatro Can Carlo in Neapel wirkte er
bei "Adelaide di Borgogna" mit und lieferte
eine Arie zu Rossinis "Mose in Egitto" (1818).
Inzwischen international erfolgreich, wurde Carafa 1821
an die Opéra-Comique von Paris berufen. Dort komponierte
er die Oper "Jeanne d'Arc à Orléans", die er
seinem ehemaligen Lehrer Cherubini widmete. Zu seinen
Spätwerken, die in Paris in Szene gesetzt wurden,
zählen z.B. "Le nozze di Lammermoor", "La
prison d'Edinbourg" oder "Thérèse". Im
Jahr 1860 wurde die französische Fassung von Rossinis
"Semiramis" (Uraufführung 1823 im La Fenice)
in der französischen Oper aufgeführt, zu der Carafa im
Auftrag Rossinis die Ballettmusik schrieb. Opernschaffen: |
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Autor und Recherche: Klaus Rössler
Lektorat: Sabine Kippenberg
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